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Angriffe auf die WILMA 163 und unsere Geschäftsstelle

Sowohl das Ökumenische Zentrum WILMA 163 wie auch unsere Geschäftsstelle wurden in den vergangenen beiden Nächten angegriffen. Die Täter kommen mit gewisser Wahrscheinlichkeit aus dem rechtsradikalen Spektrum.

Heute Türschlösser - und morgen?

Nachdem es nachts zuvor unsere Nachbarn vom Ökumenischen Zentrum WILMA 163 getroffen hat, haben Unbekannte in der Nacht vom 14. auf den 15. Februar 2012 auch die Türschlösser der Behaimstraße 17 zerstört.

Beide Taten stehen mit gewisser Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit der für Dienstag abend angekündigten Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Hajo Funke zum Thema „Rechtsextremismus in Deutschland“. Auffällig ist, dass in den Tagen davor ein Großteil der Plakate und Flyer der WILMA 163 zu dieser Veranstaltung im Bereich zwischen Otto-Suhr-Allee und der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße entfernt wurden, während daneben hängende zu einer anderen Veranstaltung in der kommenden Woche unberührt blieben. Auch in unserem Fenster befand sich eines der Plakate.

Die auch von mehreren Genossinnen und Genossen besuchte Diskussion mit Prof. Funke fand wie geplant statt, davor und ungefähr bis zur Pause unter Polizeischutz. Wenn die Täter_innen gehofft hatten, diese zu verhindern, ist ihnen ihr Vorhaben gründlich misslungen. Möglicherweise zur selben Zeit erfolgte jedoch der Angriff auf die Tür unserer Geschäftsstelle, welche nur rund 100 m entfernt liegt.

Beide Vorfälle mögen, im Vergleich zu anderen Taten aus dem rechtsextremen Spektrum geringfügig erscheinen. Für Charlottenburg ist er bislang außergewöhnlich und ein warnendes Zeichen dafür, dass es keine nazifreien „Oasen“ gibt. Auch in unserem Bezirk sind offensichtlich gewaltbereite Vertreter_innen Menschen verachtenden Gedankenguts unterwegs und es gilt wachsam zu sein, dass nicht bei anderer Gelegenheit womöglich größerer Schaden angerichtet wird.

Unseren Nachbarn vom Ökumenischen Zentrum gelten unsere Sympathie und unsere Solidarität. Wir verurteilen beide Angriffe entschieden und sind bereit, jeglichen Ansätzen von Gewalt, Menschenhass und Faschismus entschlossen entgegenzutreten.

Wehren wir gemeinsam den Anfängen!

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