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Gedenken am ehemaligen Ort der ältesten Synagoge Charlottenburgs

Zum Gedenken am Ort der ehemaligen Charlottenburger Synagoge in der Behaimstraße 11 (früher Schulstraße 7) anlässlich der Reichspogromnacht erklärten Vorstand und LINKE in der BVV folgendes:


Presseerklärung:

Gedenken am Ort der ehemaligen Charlottenburger Synagoge in der Behaimstraße 11 (früher Schulstraße 7)

Im Jahre 1875 gründeten die in Charlottenburg lebenden Juden eine eigene Gemeinde. Das Gemeindemitglied Hermann Hirsch stiftete 1889 sein Grundstück in der Schulstraße 7 (heute Behaimstraße 11) und ließ dort eine Synagoge für 280 Personen bauen. Am 30. März 1890 wurde sie als erste Synagoge Charlottenburg feierlich eröffnet. Von 1913 bis 1935 war Dr. Lewin-Salomon (1861-1945) dort Rabbiner, ihm und seiner Familie gelang die Ausreise nach Palästina, wo er im Alter von 74 Jahren verstarb. 1937 übernahm die Jüdische Gemeinde Berlin, die bis dahin weitgehend eigenständig agierende Charlottenburger Gemeinde.

In der Progromnacht 1938 wurde die Synagoge geplünderten und verwüsteten, 1941 von den Nazis enteignet und 1943 von einer Bombe zerstört. Die Ruine wurde 1957 abgerissen und Wohnhäuser errichtet.
Hätte sie Pogrom und Krieg überlebt, wäre sie heute das älteste jüdische Gotteshaus Berlins. Am Haus Behaimstarße 11 erinnert nur noch eine Gedenktafel daran.

Charlottenburg war in den 1920er und 30er Jahren neben Wilmersdorf der Bezirk mit dem höchsten Anteil jüdischer Bevölkerung in Berlin. Zum Gedenken an die Zerstörung der Charlottenburger Synagogen und an die fast 6200 Charlottenburger Juden die unter der NS-Herrschaft deportiert und ermordeten wurden, möchte sich die LINKE Charlottenburg-Wilmersdorf am 9. November 2012, um 15 Uhr vor dem Haus in der Behaimstraße 11 zusammenfinden und feierlich zu Ehren der Opfer Blumen niederlegen.

DIE LINKE Charlottenburg-Wilmersdorf
DIE LINKE Charlottenburg- Wilmersdorf in der BVV

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